Edith
LECHNER|
Text zur Ausstellung November 1998 in der TZ-Galerie:
"Zwei Medien vereint im Tanz"
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der CA Galerie im TZ läuft bis zum 20. Nov. 98 eine Doppelausstellung
zu Thema Ausdruckstanz. Die Fotografien, die der von dieser Kunstrichtung
begeisterte Kunstsammler und Fotograf Erich Racek aufnahm, wurden von der
Malerin Edith Lechner mit Acrylfarben überarbeitet. Das Ergebnis ist eine Spurensuche der besonderen Art: Die teils deckenden schwarzen und roten wie die dünneren gelben und weißen Malschichten folgen der Dynamik der Körper in oft extremen Bewegungen. Die Malspur hebt die Fotografie einerseits hervor, andereseits wird diese verdeckt. In der zweiteiligen Arbeit „Herbstverkäuferin" ist sie sogar dominant, meist aber verschwindet sie unter den heftigen Gesten des Pinselstrichs |
und
wird nur durch Schabung partiell wieder zum Vorschein gebracht. Kontrapunktisch wird ver- und aufgedeckt, in beiden Medien ist das eigentliche Thema die Dynamik der Körperkunst der Tänzerinnen, wie sie schon Munch, Matisse u.a. in der ersten Welle der Moderne interessiert. Einige der Zyklen sind der japanischen Ausdruckskünstlerin Akemi gewidmet, sie heißen „Painting changes into Psychedelic", „... ... meet Gogo" oder „Mondmoosblüte". Ein spannender Austausch, bei dem die Rotterdam-Schülerin Lechner einfühlsam, aber durch das Medium expressiver Malerei auch dominant ist. Erich Racek ist - seinen Neigungen folgend - auch Mitarbeiter bei der Zeitschrift „tanzAffiche". |
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Brigitte Borchhardt-Birbaumer © Wiener Zeitung
- KULTUR
Donnerstag, 5. November 1998 |
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